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Marie Klein

2010

In dem Raum stehen sich zwei Videobilder gegenüber. Das eine zeigt wie eine Person ein kochfertiges Huhn in ein Zimmer bringt, dreimal darauf springt und das zerdrückte Huhn anschließend aus dem Bild kehrt. Das zweite zeigt frei assoziative Bilder, die blitzartig auftauchen und verschwinden. Beide Videos werden in Endlosschleife projiziert. Wenn der Betrachter den, durch eine kühle Neonlampe beleuchteten Raum betritt, kann er etwas hören ohne etwas zu sehen. Erst wenn er hinter den Vorhang geht kann er die Videos anschauen. Die Installation ist individuell frei interpretierbar. Mein Anliegen ist es, das Begehen von Gewalttaten, seien sie psychischer oder physischer Natur, und den eigenen Umgang damit anzusprechen. Der Aufbau der Installation ist sehr wichtig. Das erste Video wird auf die Wand projiziert, sodass die Illusion entsteht die Tat geschehe genau hinter dieser Wand. Auch der Vorhang, hinter dem man erst treten muss, spricht die mit den Taten verbundene Verdrängung an.